Apache Tomcat und mod_jk / ajp13 auf SuSE Linux

Nach wie vor ist der Apache Httpd schneller als ein Apache Tomcat, wenn es um die Auslieferung von statischen Inhalten geht. Gerade in Verbindung mit Tomcat bietet der Apache Httpd noch weitere Vorteile: durch das Modul mod_jk kann eine ganze Farm an Tomcat-Servern per Load Balancer angeschlossen werden!

Für den Betrieb benötigt man:

  • einen funktionierenden Apache Httpd-Server
  • einen funktionierenden Apache Tomcat-Server
  • das Modul mod_jk, welches auf der Tomcat-Webseite zum download erhältlich ist

Das Modul habe ich zur Vereinfachung nach dem Download in „mod_jk.so“ umbenannt und im Lib-Verzeichnis des Apache Httpd abgelegt (auf SuSE Linux 10.2: /usr/lib/apache2).

Der Apache Httpd ist auf SuSE Linux so konfiguriert, dass alle Dateien, die auf *.conf enden und in /etc/apache2/conf.d liegen, automatisch zu httpd.conf (bzw default-server.conf) included werden. Das macht die weitere Konfiguration einfach, denn nun müssen in dem o.g. Verzeichnis nur zwei Konfigurationsdateien abgelegt werden.

Die Datei tomcat.conf bindet mod_jk ein:

# Load mod_jk module
# Update this path to match your modules location
LoadModule jk_module /usr/lib/apache2/mod_jk.so
# Declare the module for <IfModule directive> (remove this line on Apache 2.x)
#AddModule mod_jk.c

# Where to find workers.properties
# Update this path to match your conf directory location (put workers.properties next to httpd.conf)
JkWorkersFile /etc/apache2/conf.d/workers.properties

# Where to put jk shared memory
# Update this path to match your local state directory or logs directory
JkShmFile /var/log/apache2/mod_jk.shm

# Where to put jk logs
# Update this path to match your logs directory location (put mod_jk.log next to access_log)
JkLogFile /var/log/apache2/mod_jk.log

# Set the jk log level [debug/error/info]
JkLogLevel debug

# Select the timestamp log format
JkLogStampFormat „[%a %b %d %H:%M:%S %Y] “

# Send everything for context /examples to worker named worker1 (ajp13)
JkMount /application/* worker1

In der Datei müssen ggf. die Pfade zu mod_jk.so sowie zu den Log-Files angepasst werden.
Mit JkWorkersFile wird auf die Konfigurationsdatei des mod_jk referenziert. Alle Anfragen im Format http://www.domain.tld/application werden nun an mod_jk übergeben.

Die Datei workers.properties ist – sofern nur ein einziger Tomcat-Server angebunden werden muss, sehr kurz:

# Define 1 real worker using ajp13
# this coud be al list in the format
# worker.list=worker1, worker2, worker3, worker4
worker.list=worker1

# Set properties for worker1 (ajp13)
worker.worker1.type=ajp13
worker.worker1.host=localhost
worker.worker1.port=8009

Das Format zum Konfigurieren der einzelnen Worker ist also worker.<workername>.<property> . In der Beispielkonfiguration wird also nur ein Worker mit dem Namen „worker1“ genutzt, der auf dem gleichen Host läuft und mittels dem Protokoll ajp13 angesprochen wird.

Über die URL http://www.<domain&gt;.<tld>/application erreicht man nun also direkt die Application auf dem Tomcat.

Quellen & weiterführende Links:

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